Menschenportraits

 Menschen mit internationaler Geschichte in Gevelsberg.

Sie schöpfen aus ihren Erinnerungen:
Sie erzählen uns, wie sie zu dem Menschen wurden, der sie heute sind. Sie erzählen, was sie erlebt, wovon sie geträumt haben. 
…und wir machen eine Geschichte daraus. 

Auf den Spuren der Vielfalt...

Interview mit Mouna Khalfaoui-Hassani

Meine Arbeit ist meine Leidenschaft und ein positiver Antrieb für jeden Tag. Sie bringt mich dazu, an jeder neuen Herausforderung zu wachsen und so neue Ziele zu erreichen.

Interview mit Tuncay Güler, Mustafa Güler, Ramazan Köse und Seyfullah Köse

Wie war das eigentlich damals, vor 50 Jahren? Als junger Mann, als junge Frau, ohne Sprachkenntnisse, ohne Familie, ohne Freunde in einem völlig fremden Land? Türkische Gastarbeiter*innen und ihre Kinder erzählen jetzt ihre Geschichte. 


Ramazan Altinkaynak 

 Mit einem Lächeln steht er hinter der Theke. „Einmal mit allem?“, fragt er einen Kunden, der gerade zur Tür hereinkommt. Herr Ramazan Altinkaynak betreibt die Döner-Bude seit 25 Jahren. Er erzählt spannend die Lebensgeschichte seiner Familie. Die Geschichte eines Gastarbeiterskindes aus Gevelsberg. Sein Vater kam damals, um sein Glück zu suchen. Er hat sein Glück hier gefunden und auch weiter gegeben. 


Rakan Bijo

Seit vier Jahren betreibt Herr Bijo sein BarberShop in Gevelsberg. Seine Gastfreundlichkeit und die modernen Geräte schaffen eine angenehme Atmosphäre. Man fühlt sich sofort willkommen, wenn man den Laden betritt. Als Herr Bijo nach Deutschland kam, traute er sich, seinen Barbershop in Gevelsberg zu eröffnen. nie aufgeben...


Interview mit Concetta Migliore

Das Eiscafé hat in Gevelsberg eine lange Tradition. Seit fast über 30 Jahre betreibt Frau Migliore zusammen mit ihrem Mann das Eiscafé Concetta. Ihr ganzes Herz steckt darin. Ihre Gastfreundlichkeit und die unterschiedlichen Eissorten nehmen ihre Kund*innen mit auf eine Reise nach Italien.

Interview mit Emin Baca

 Herr Baca hat sein modernes Café mit viel Liebe eingerichtet. Wer das Café betritt, findet eine angenehme Atmosphäre und eine große Auswahl an süßen Speisen und vielen Leckereien vor. Herr Baca hat seinen Weg gefunden und folgt hier weiter seinen Traum. Sein Weg war nicht immer einfach, doch mit Entschlossenheit und Vision hat er Schritt für Schritt seine Vision umgesetzt. Sein Café ist nicht nur ein Ort des Genusses, sondern auch ein Symbol für die Erfüllung seines Traums durch Leidenschaft und Durchhaltevermögen. 


Interview mit Detlef Raufelder

 Die Menschheit war schon immer auf die Wanderschaft gewesen”. 

Die Menschheitsgeschichte besteht aus einer einzigen Migrationsgeschichte, die ihre Ursachen stets in Not und Abenteuerlust haben. Diese Geschichte wird weitergehen, so lange die Menschheit besteht, denn sie wird niemals vernünftig werden. 

Interview mit Mirela Linke

Frau Linke hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Ursprünglich nicht in Deutschland geboren, hat sie sich hier wiederentdeckt und entschieden, sich selbstständig zu machen. Ihr Angebot umfasst medizinische und kosmetische Fußpflege, Fußreflexzonenmassage, allgemeine Massagen, IPL-Dauerhafte Haarentfernung und Ultraschallbehandlungen, um ihren Kunden ein Wohlfühlerlebnis zu bieten.

Frau Linke und ihr Mann sind seit mehreren Jahren ehrenamtlich aktiv und engagieren sich für die Stadt durch zahlreiche gemeinsame Aktivitäten.

„Ich habe mich hier wohl gefühlt und ich wollte aktiv mit Menschen arbeiten…“

Interview mit Deusa Flemming

Frau Flemming lebt seit 24 Jahren in Deutschland und arbeitet als Altenpflegerin. Nach ihrer Ausbildung beim Deutschen Roten Kreuz und weiteren Qualifikationen führt sie seit acht Jahren erfolgreich ihren eigenen Pflegedienst in Gevelsberg, wo sie sich heimisch fühlt. Zusammen mit ihrem Mann bietet sie umfassende Pflegeleistungen im Ennepe-Ruhr-Kreis an. Sie ist stolz auf ihre Karriere und möchte Menschen mit Migrationshintergrund ermutigen, ihre Träume zu verfolgen. Mit ihrer persönlichen Geschichte zeigt sie, dass man mit Unterstützung und Willenskraft seine Ziele erreichen kann.

Ihr Motto: „Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg!“ 

Interview mit Fuat Cansiz

Der Gevelsberger Obstgarten bietet täglich frisches Obst und Gemüse an. Herr Cansiz, der ursprünglich aus der Türkei stammt und seit 27 Jahren in Deutschland lebt, ist seit 2007 selbstständig. Er schätzt den täglichen Kontakt zu den Menschen als Einzelhändler sehr. Sein Vater kam früh nach Deutschland, um für eine bessere Zukunft der Familie zu sorgen. Obwohl seine Arbeit hart ist, liebt Herr Cansiz seinen Beruf und steht dafür jeden Tag früh auf. Er betont, dass Selbstständigkeit einen besonderen Geist und klare Ziele erfordert. Sein Motto lautet: „Nicht erst an Geld denken, sondern sich integrieren.“


Interview mit Anna Rylko

Anna Rylko ist eine engagierte Persönlichkeit. 

Mit polnischen Wurzeln lebt sie seit acht Jahren hier und arbeitet bei der AWO Ennepe-Ruhr, insbesondere im Rahmen der Programme "Respekt Coaches" und "Mental Health Coaches". 

Diese Programme zielen darauf ab, das soziale und emotionale Wohlbefinden von Schüler*innen zu stärken und fördern Werte wie Respekt und Toleranz.

Neben ihrer beruflichen Tätigkeit ist Frau Rylko ehrenamtlich aktiv, unter anderem im Integrationsrat der Stadt Gevelsberg und im Verein Kette der Solidarität e.V. 

Interview mit Yasmine Bisimwa

Ich bin seit März 2016 in Deutschland. Ich komme aus DRKongo. Ich bin Aktivistin, selbstständig, ehrenamtlich engagiert in der Stadt Gevelsberg.

Für mich ist Integration bis heute ein laufender Prozess. Essentiell sind für mich Begegnung und Austausch zwischen Menschen. Ich setze mich dafür ein, den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken und jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit zu akzeptieren und zu respektieren. 

Mein Ziel ist eine offene und tolerante Gesellschaft. 

Interview mit Muhammed Pashawat 

Muhammed Pashawat lebt seit 9 Jahren in Deutschland und führt seit April 2024 einen Laden in Gevelsberg. Neben seiner Arbeit, die er mit Leidenschaft ausübt, studiert er Sozialarbeit. Seine Kunden kommen aus Gevelsberg und Umgebung, und er legt Wert auf Qualität und gute Beziehungen.

Integration und Vielfalt sind ihm wichtig. Er sieht Sprache als Schlüssel zu Bildung und Chancen und betont Gleichbehandlung unabhängig von Herkunft. Sein Motto: „Alles wird gut.“ Das Projekt „Wir in Gevelsberg“ findet er motivierend und sinnvoll für ein besseres Miteinander. 

Interview mit Blessing Unudo

Blessing Unudo, aus Nigeria, lebt seit sieben Jahren in Deutschland, arbeitet als Pflegefachkraft und engagiert sich ehrenamtlich im Verein. Sie schätzt Integration, ist dankbar für die Chancen in Deutschland und nennt Gevelsberg, eine Stadt des Zusammenhalts, seit 2017 ihr Zuhause. Ihre Familie, ihr Glaube und der Wunsch, anderen zu helfen, motivieren sie täglich.

Erfolg bedeutet für sie, ein Vorbild zu sein und mit starkem Willen Gutes zu erreichen.

Interview mit Familie Winterhoff (Druckerei)

Die Geschichte der Druckerei beginnt 1895 in der Hagener Straße 4, als Otto Winterhoff nach dem Tod seines Schwagers die Buchbinderei übernahm, in der er arbeitete, und zusätzlich die Ausbildung zum Buchdrucker absolvierte. 1929 zog das Unternehmen in die Neustraße 27, wo ein neues Wohn- und Geschäftshaus entstand.

Nach schweren Verlusten im Zweiten Weltkrieg unterstützte Enkel Erich Winterhoff, ein ausgebildeter Buchdruckermeister, seinen Großvater in der Druckerei 

Blessing Unudo, 

Pflegefachkraft und ehrenamtlich engagiert im Verein KDS e.V. 

Können Sie sich bitte vorstellen?
Mein Name ist Blessing Unudo. Ich komme aus Nigeria, bin verheiratet und stolze Mutter von zwei Kindern. Seit sieben Jahren lebe ich in Deutschland und arbeite als Pflegefachkraft. Außerdem engagiere ich mich ehrenamtlich als stellvertretende 2. Vorsitzende im Verein Kette der Solidarität e.V. in Gevelsberg. 

Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden und engagieren sich im sozialen Bereich?
Ich liebe es, mit Menschen zu arbeiten und ihnen zu helfen. Es geht nicht um Anerkennung, sondern um die Freude, wenn es anderen gut geht. Das erfüllt mich. 

Was bedeutet für Sie Integration?
Integration ist für mich die Chance, sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden, kulturelle Unterschiede zu respektieren, Gemeinsamkeiten zu entdecken und das Zusammenleben aktiv mitzugestalten. Deutschland hat mir ermöglicht, meine Träume zu leben, und ich bin dafür sehr dankbar. 

Was bedeutet die Stadt Gevelsberg für Sie?
Für mich bedeutet Gevelsberg Freiheit, Frieden, Einheit und Liebe. Hier leben Menschen, die sich für Harmonie und Zusammenhalt einsetzen. Seit 2017 nenne ich Gevelsberg mein Zuhause - eine bunte, familiäre Stadt. Gevelsberg ist einladend und egal woher man kommt, jeder ist in Gevelsberg willkommen. Darum habe ich mich für Gevelsberg entschieden. 

Was motiviert Sie?
Meine Familie, die Menschen um mich herum und mein Glaube an Gott. Erfolg bedeutet für mich, anderen ein Vorbild zu sein und Positives zu bewirken. Ich glaube daran, dass man mit starkem Willen alles erreichen kann, und solange ich lebe, möchte ich für andere da sein. 


Muhammed Pashawat, 

Inhaber der Mr. Feinkost

Können Sie sich kurz vorstellen?
Mein Name ist Muhammed Pashawat. Ich bin seit ungefähr neun Jahren in Deutschland und habe diesen Beruf bereits während meines Studiums ausgeübt. Im April 2024 habe ich den Laden übernommen, nachdem ich erfahren habe, dass der vorherige Besitzer ihn verkaufen wollte. 

Wie läuft der Arbeitsalltag hier?
Der Arbeitsalltag läuft insgesamt gut. Am Anfang war es jedoch eine Herausforderung, da der Laden in kurzer Zeit mehrere Besitzer hatte. Trotzdem habe ich es geschafft, den Betrieb zu stabilisieren. Mein Ziel ist es, immer mehr Kunden zu gewinnen, indem ich auf gute Qualität und zuverlässigen Service setze. Für mich ist es wichtig, Durchhaltevermögen zu zeigen und nicht schnell aufzugeben. 

Wie sind Sie zu mediterranen Spezialitäten und Döner gekommen?
Mein Einstieg in diesen Beruf begann 2016, als ich in einem Feinkostladen in Arnsberg gearbeitet habe. Nebenan gab es eine Dönerbude, wodurch ich viel über diesen Bereich gelernt habe. Im Jahr 2020 habe ich in der Feinkosttheke eines Kauflands gearbeitet. Diese Erfahrungen haben mir ein breites Wissen vermittelt. Heute habe ich die Möglichkeit, beide Bereiche – Feinkost und Döner – in meinem Laden zu vereinen. Obwohl ich derzeit noch Sozialarbeit studiere und meine Bachelorarbeit schreibe, übe ich meinen Beruf mit Leidenschaft aus. 

Warum haben Sie sich für Gevelsberg entschieden? Was hat Sie motiviert?
Die Strecke zwischen Hamm und Gevelsberg stört mich nicht. Ich komme gerne zur Arbeit, weil ich meine Arbeit liebe. Ein Zitat aus meiner C1-Prüfung begleitet mich bis heute:
„Wer versucht, kann verlieren. Wer nicht versucht, hat schon verloren.“
Selbstständigkeit ist nicht einfach, aber mit Mut, klaren Zielen und Engagement kann man viel erreichen. 

Ist Ihre Kundschaft hauptsächlich aus Gevelsberg?
Meine Kunden kommen nicht nur aus Gevelsberg, sondern auch aus umliegenden Städten wie Ennepetal, Schwelm und Wuppertal. Obwohl ich erst seit sechs bis sieben Monaten in Gevelsberg bin, habe ich schon viele Stammkunden gewonnen. Ich unterhalte mich gerne mit ihnen und sehe sie nicht nur als Kunden, sondern als Menschen, mit denen ich eine Beziehung aufbaue. 

Was können Sie über Gevelsberg und die Menschen hier sagen?
Die Menschen in Gevelsberg sind sehr freundlich, und ich fühle mich hier wohl. Viele Kunden kommen nach ihrem Einkauf im Kaufland bei mir vorbei, was eine gute Gelegenheit bietet, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Ich bin sehr zufrieden, in Gevelsberg zu arbeiten und hier zu sein. 

Was bedeutet Integration für Sie?
Integration ist ein sehr wichtiges Thema in Deutschland. Ich schreibe selbst eine Bachelorarbeit darüber. Meiner Meinung nach ist Sprache der Schlüssel zur Integration. Sie öffnet viele Türen und schafft neue Möglichkeiten. Ich möchte allen Zugewanderten raten: Lernt die Sprache, denn sie ist die Grundlage für Bildung und Erfolg. 

Was verstehen Sie unter Vielfalt?
Vielfalt bedeutet für mich, dass alle Menschen gleich behandelt werden – unabhängig von Herkunft, Sprache oder Hautfarbe. Wir sollten in Frieden zusammenleben. 

Haben Sie einen Rat für uns?
Mein erster Rat: Lernt die Sprache. Jeder Mensch sollte ein Ziel haben, um im Leben voranzukommen. Lasst euch nicht entmutigen, sondern motivieren. Seid positiv und optimistisch! Bei mir hängt ein Zitat, das lautet: „Alles wird gut.“ Auch Angela Merkel hat 2015 gesagt: „Wir schaffen das.“ Ich habe es geschafft, und ich bin sicher, dass es auch andere schaffen können, wenn sie es wirklich wollen. Mein Laden steht allen Menschen offen. Besucht mich gerne! 

Was halten Sie vom Projekt „Wir in Gevelsberg – Stadt.Menschen.Vielfalt“?
Ich finde das Projekt sehr sinnvoll. Es kann eine große Motivation für andere sein, Integrationserfahrungen zu teilen. Es ist wichtig, Menschen nicht nur von einer negativen Seite zu betrachten. Solche Projekte helfen, Vorurteile abzubauen und die positiven Aspekte hervorzuheben. 


Fuat Cansiz, 

Inhaber der Gevelsberger Obstgarten

Können Sie bitte sich kurz vorstellen? 

Mein Name ist Fuat Cansiz. Ich komme aus der Türkei und lebe seit 27 Jahren in Deutschland. Ich bin Einzelhändler. Seit 2007 (also seit 17 Jahren) bin ich auf dem Weg zur Selbständigkeit. Vorher habe ich als Metallbauer gearbeitet, speziell als Schleifer und Polierer. Diesen Beruf habe ich durch eine Ausbildung erlernt. 

In unserem Gevelsberger Obstgarten gibt es täglich frisches Obst und Gemüse. 

Sie sind selbständig. Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen? 

Mein Freundeskreis war schon immer selbständig, ebenso deren Eltern. Ich war der Einzige, der in einer Firma gearbeitet hat, und diesen Firmendruck wollte ich nicht. In einer Firma bist du wie eine Maschine, du hast nur deine Maschine vor dir und nichts anderes. Hier sehe ich jeden Tag fast 100 Gesichter und kann mit vielen Leuten mich unterhalten. Freie Bewegung ist sehr wichtig und beschreibt, wer du bist. In einer Firma bist du angestellt, um in einer Position zu arbeiten. Man muss seine Arbeit lieben können. Das war früher der Beruf meines Vaters in der Türkei. Er kam als erster nach Deutschland und holte uns dann nach. Mein Vater hat viel gearbeitet, damit wir, seine Kinder, eine bessere Zukunft haben. Mein Vater dient mir als Vorbild. 

Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden? Warum Gevelsberg? 

Ich habe auch auf Flohmärkten gearbeitet. Den Laden hätte ich auch in Wuppertal eröffnen können, aber hier in Gevelsberg sollen die Kunden Qualität bekommen. Ich habe meine Preise und dafür biete ich auch meine Qualität an. Zum Beispiel, wenn ein Kunde etwas gekauft hat und sich beschwert, tausche ich es sofort um, weil der Kunde bezahlt und etwas Vernünftiges haben möchte. Sonst könnten sie in einen Discounter gehen und einen anderen Preis zahlen, und die meisten sind enttäuscht, wenn sie die Ware öffnen und die Hälfte schlecht ist. Bei mir kann man alles nehmen, was man will. Ich mache keine Sonderpreisea einfach so... Meine Kunden sollen zufrieden sein. Man muss den Geist zur Selbständigkeit haben. 

Gevelsberg wurde bewusst gewählt, um den Kunden Qualität zu bieten. Gevelsberg ist so eine kleine Stadt, in der ich täglich zum Großmarkt und Bauernhof fahre. Stellen Sie sich vor, ich muss in der Woche zweimal zu den Bauern fahren und viermal zum Großmarkt. 

Mein Vater ist sehr früh aus der Türkei gekommen. Alle Meine Geschwister arbeiten und nur ich bin in der Familie selbständig. Es ist hart, aber ich mache es gerne und meine Frau unterstütz mich. Ich liebe meine Arbeit. Ich stehe früh auf und ich komme hier gerne. 

Was würden Sie uns noch über Gevelsberg, die Menschen und die Integration sagen? 

Ein Ziel zu haben, sei essenziell für den Erfolg! Wenn ein Mensch kein Ziel hat, ist das ein Problem. Wenn du ein Ziel hast, dann erreichst du ALLES! „Nicht erst an Geld denken… erst sich integrieren“. Wenn ich hier lebe, muss ich wissen, warum ich hier bin. Integration steht für ihn vor dem Gedanken ans Geldverdienen. Deutschland bietet Chancen, die genutzt werden sollten. Man muss ein Ziel haben! Dieses Land öffnet dir die Türen. 

Warum nehmen Sie an diesem Projekt teil? 

Ich finde das Projekt sehr gut und unterstütze es daher. 


Yasmine Bisimwa

Staatlich anerkannte Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin

 

Ich wohne in Gevelsberg, bin anerkannte Sozialarbeiterin, Sozialpädagogin sowie Frauen- und Kinderrechtsaktivistin. Geboren wurde ich in Bukavu, im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Meine Kindheit und Jugend prägten nicht nur die Naturschönheit meiner Heimat, sondern auch die Herausforderungen, die insbesondere Frauen, Kinder und Jugendliche in dieser Region zu bewältigen haben. 

Seit März 2016 lebe ich in Deutschland. Der Weg hierher war nicht nur geografisch lang, sondern auch persönlich eine Herausforderung. Integration empfinde ich bis heute als einen „laufenden Prozess“. Für mich bedeutet sie Begegnung, Austausch und die Bereitschaft, voneinander zu lernen. Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass gegenseitiger Respekt und Akzeptanz entscheidend sind, um eine offene und tolerante Gesellschaft aufzubauen. Genau hier setze ich an – sowohl in meiner beruflichen Arbeit als auch in meinem ehrenamtlichen Engagement. 

Warum ich mich engagiert habe 

Warum habe ich diese Arbeit gewählt? Weil ich für Menschen und mit Menschen arbeiten möchte. Ich als Mutter, Frau, als People of Color, als Sister, als ICH sehe es als meine Aufgabe, mich für andere einzusetzen und zu helfen wo ich kann. Mein ehrenamtliches Engagement wurzelt tief in den Werten, die ich von meinem Vater vermittelt bekommen habe. Er sagte immer: „Tu, was du kannst. Erwarte nicht viel von Menschen“. Dieser Satz begleitet mich bis heute und gibt mir die Motivation, mich für andere einzusetzen. Ich bin davon überzeugt, dass jede und jeder von uns etwas beitragen kann, um die Welt ein Stück besser zu machen. 

Meine Arbeit, ob beruflich oder ehrenamtlich, ist von der festen Überzeugung getragen, dass eine solidarische Gesellschaft nur durch aktives Mitwirken entstehen kann. Besonders wichtig ist es mir, Frauen zu stärken und Kindern sowie Jugendlichen Perspektiven aufzuzeigen. Ich sehe in ihnen die Zukunft und möchte dazu beitragen, dass sie diese selbstbewusst und hoffnungsvoll gestalten können. 

 

 

Anna Rylko, 

Pädagogische Mitarbeiterin bei der AWO EN, Mitglieder des Integrationsrates in Gevelsberg und im Verein 

Anna Rylko engagiert sich intensiv in der sozialen Arbeit und Integrationsförderung in Gevelsberg. Sie hat polnische Wurzeln und lebt seit fünf Jahren in der Stadt, wo sie zahlreiche Projekte unterstützt, die Menschen mit Migrationshintergrund helfen. Welche besonderen Ansätze könnten dazu beitragen, dass Integration nachhaltig gelingt und kulturelle Vielfalt als Bereicherung wahrgenommen wird? 

Im beruflichen Kontext ist Anna Rylko als pädagogische Mitarbeiterin bei der AWO Ennepe-Ruhr tätig, insbesondere im Rahmen der Programme "Respekt Coach" und "Mental Health Coach". Während "Respekt Coach" den Fokus auf Prävention und die Förderung von Respekt und Toleranz legt, unterstützt das Programm "Mental Health Coach" Schüler*innen dabei, ihre psychische Gesundheit zu stärken. 

Zusätzlich engagiert sich Anna Rylko im Integrationsrat der Stadt Gevelsberg. In dieser Funktion vertritt sie die Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund und trägt aktiv dazu bei, ihre Teilhabe an der Gesellschaft zu verbessern. 

Auch im Verein Kette der Solidarität e.V. ist Anna Rylko aktiv und übernimmt die Funktion der Schatzmeisterin im Vorstand. Der Verein setzt sich für Solidarität und soziale Gerechtigkeit ein, was die zentralen Werte ihrer Arbeit widerspiegelt. 

Durch ihre Kreativität bringt Anna Rylko innovative Ideen und Ansätze in ihre Projekte ein. Dies ermöglicht neue Wege, Integration und ein harmonisches Zusammenleben in der Gemeinschaft zu fördern. 

 

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